Q-finity.

Die Zeit findet einen Weg.

Lottozahlen von gestern schon heute.

Können wir Wissen erwerben, das aus der Zukunft kommt?

Falls wir Informationen aus der Zukunft erhalten, was bedeutet das für den freien Willen?

Wenn wir Entscheidungen dank dieser Informationen treffen, berauben wir uns dann nicht der eigenen Handlungsfreiheit?

Das ist das klassische Problem des Determinismus: Alle zukünftigen Ereignisse sind durch Ursachen, die in unserer Vergangenheit liegen, sowie durch die Naturgesetze eindeutig festgelegt. Was aber kommt zuerst? Die Henne oder das Ei? Das Ereignis oder die Ursache?

In unserer wahrgenommenen Welt ist das klar. Zuerst kommt die Ursache, dann das Ereignis.

Was geschieht aber, wenn das Ereignis motiviert, die Ursache zu verändern. Kann der Mord an JFK oder der Tod von Elvis verhindert werden. Welche Auswirkungen hätte das auf die Zeit? Entstehen dadurch genau Paradoxien, die Zeitreisen unmöglich machen?

Wenn eine Information aus der Zukunft in unsere Gegenwart gelangt und wir sie nutzen, um genau jene Zukunft zu erschaffen, wer ist dann der Urheber dieser Information? Wie können wir eine Information nutzen, die niemand jemals entdeckt hat? Woher kommt dieses Wissen?

Das ist ein philosophisches Dilemma ersten Grades. Einen Ausweg könnte die Viele-Welten-Theorie bieten. Sie besagt, dass jedes Ereignis, das eintreten kann, auch eintritt. Nur in einer jeweils eigenen Zeitlinie.

Elvis stirbt. Elvis lebt. Elvis stirbt einen Tag später und nimmt einen letzten Song auf, und, und, und. Falls die Viele-Welten-Theorie stimmt, könnte jede Nachricht aus der Zukunft dazu führen, dass eine neue Zeitlinie entsteht, wir selbst aber auf unserer eigenen Zeitlinie weiterleben.

Das würde bedeuten, dass die Zukunft formbar ist, allerdings nicht im Sinne einer Korrektur, sondern nur als Neugestaltung einer anderen Welt. Wir selbst würden diese Welt aber nicht wahrnehmen, da wir in unserer Zeitlinie bleiben. Das wäre ein Hinweis darauf, dass intertemporale Kommunikation sinnlos ist für das Individuum, nicht aber für das Universum.

Vielleicht ist die größte Tragödie der intertemporalen Kommunikation nicht, dass wir die Zukunft verändern könnten, sondern dass wir niemals erfahren werden, ob wir unsere eigene Zukunft gerettet haben oder nur die eines anderen Universums.

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Ist das nur der Anfang?

„Was passiert, wenn man für 120 Millionen Euro einen Mord begeht – und das Opfer am nächsten Tag lebend eine Vorlesung hält?“

Als Oliver Reinders einen Mord begeht, der scheinbar nie stattgefunden hat, gerät er in ein globales Machtspiel zwischen KI, Quantenkommunikation und ethischer Verantwortung.

Es beginnt eine Zeitreise ohne Zeitmaschine: Informationen können künftige Ereignisse vorwegnehmen, menschliche Körper verbleiben in ihrer Gegenwart. Während eine Tech-Milliardärin eine neue Weltordnung plant, wächst im Verborgenen der Widerstand. Die zentrale Frage bleibt:

Wer kontrolliert unsere Zukunft, zu welchem Preis?