Q-finity.
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„Ich habe mich gefragt, wie Leonardo da Vinci reagiert hätte, wenn man ihm ein funktionierendes iPhone gezeigt hätte. Mit einem Menschen auf einem anderen Kontinent zu sprechen und ihn dabei in Echtzeit zu sehen, wäre für ihn vermutlich ebenso unvorstellbar gewesen wie die Idee, Nachrichten aus der Zukunft zu empfangen.
Mit unserer heute bekannten Physik ist das unmöglich. Oder doch nicht? Was wäre, wenn wir unsere Raumzeit unter bestimmten Bedingungen zu einer Art Schleife krümmen könnten? Wenn geschlossene zeitartige Kurven – sogenannte Closed Timelike Curves – in der Nähe Schwarzer Löcher oder durch die Manipulation von Wurmlöchern so entstehen würden, dass die Zeit nicht mehr nur geradlinig verläuft, sondern sich biegt? Wäre es dann denkbar, an beliebige oder zufällige Punkte in Vergangenheit oder Zukunft zu gelangen?
Für biologische Organismen glaube ich nicht daran. Ich bezweifle, dass ein menschlicher Körper eine solche Reise unbeschadet überstehen könnte. Aber wie wäre es mit Daten und Informationen? Könnte eine Künstliche Intelligenz eines Tages Träger solcher Informationen sein? Wäre es dann möglich, Daten, Signale oder Botschaften über Zeitgrenzen hinweg zu übertragen?
Ich habe mir vorgestellt, dass wir in unserer Gegenwart in der Lage sein könnten, Nachrichten aus einer fernen Zukunft zu empfangen. Doch was würde das mit unserer Gegenwart machen? Könnte die Zukunft beginnen, unsere Entscheidungen zu beeinflussen? Und würde dadurch nicht zugleich auch jene Zukunft verändert, aus der diese Informationen stammen?











