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Das Großvater-Paradoxon


Zum ersten Mal erklärt wird das Großvater bei Q-FINITY auf Seite 38 im Paperback. Kendra Lewis denkt zurück an eine Vorlesung am MIT. Dort hat sie zum ersten Mal Dr. Jane Williams getroffen. Hier ein kleiner Auszug.

… ›Sie glauben also ernsthaft, dass Zeitreisen möglich sind‹, fragte Kendra. ›Ich reise in die Zukunft, gehe auf die Rennbahn, notiere mir die Ergebnisse und reise wieder zurück. Dann warte ich, bis in der Gegenwart die Rennen stattfinden, setze eine Million auf Sieg und gewinne? Das ist nicht Ihr Ernst, Professor?‹

›Nein, Kendra, ist es nicht. Wir müssen die Theorie von der Praxis unterscheiden‹, antwortete Dr. Williams damals. ›Die Paradoxien, die entstehen könnten, sind überwältigend. Ich denke da an das berühmte Großvater-Paradoxon. Was würde passieren, wenn Sie in die Vergangenheit reisen und Ihren Großvater erschießen?‹
›Das käme darauf an‹, antwortete Kendra mit einem Schmunzeln, ›ob ich ihn umlege, bevor oder nachdem er den guten alten J. R. Lewis gezeugt hat. Dann wäre ich entweder nicht existent oder in weniger attraktiven Lebensumständen aufgewachsen.‹
›Wenn Sie aber nicht existieren, Kendra, wie können Sie dann Ihren Großvater erschießen? Vielleicht haben wir bisher keine Beweise für Zeitreisen, weil das Universum Mechanismen hat, solche Paradoxien zu verhindern — eine Art ›Selbstkorrektur‹ der Raumzeit?‹
Jane schloss mit einem Blick in die Zukunft: ›Doch wenn wir jemals die Gesetze der Raumzeit verstehen, beherrschen und vielleicht sogar Wurmlöcher stabilisieren könnten, dann wäre es denkbar, dass Zeitreisen nicht nur Science-Fiction bleiben, sondern Realität werden. Die Raumzeit selbst könnte den Schlüssel zur Vergangenheit in sich tragen, verborgen in den Schleifen der CTCs, die wir erst zu entschlüsseln beginnen.‹

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