Oliver in Bremen am 14.Mai, gegen 22.00 Uhr
Ich setze mich in einen Loungesessel in einer Ecke des Raumes und bestelle ein Beck’s. Der Barmann kommt mit einer Flasche, einem Glas und einer Schale Nüsse auf einem Tablett und fragt: »Darf ich einschenken?«
Ich entgegne: »Darf ich aus der Flasche trinken?« und weiß bereits, was er antworten wird: »Das wäre mir am liebsten.« Die Nüsse stellt er auf den Tisch. Das Glas nimmt er wieder mit.
Jetzt, in dieser vertrauten Umgebung, fühle ich mich sicher. Die Anspannung fällt ab. Nach einem ersten langen Zug spüre ich, wie Leichtigkeit und Entspannung durch meinen Körper fließen. Mein limbisches System produziert endlich Endorphine. Ich leere die Flasche in einem Zug und bestelle eine zweite.
»Jetzt hast du den Sack zugemacht und dabei ein Schweinegeld verdient«, sage ich mir. »Was für ein Stundenlohn! Aber zu welchem Preis?«
Ich bin ein Mörder. Das ist nun Fakt. Aber warum soll ich mich aufregen? Wieso denke ich überhaupt darüber nach? Die Sache ist gelaufen. Herr, gib mir die Kraft, die Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann.
Die zweite Flasche Beck’s kommt. Ich setze sie hochwillkommen an meine Lippen und trinke sie halb aus.
Der hier dargestellte Text ist ein Auszug aus dem Thriller von Pete Muller mit dem Titel: Q-finity Die Zeit findet einen Weg. Dabei stellt sich die Frage: „Was passiert, wenn ein Attentat verübt wird – und das Opfer am nächsten Tag auf einem anderen Kontinent eine Vorlesung hält?“
Als der Marketingmanager Oliver Reinders einen Mordauftrag erhält, gerät er in ein globales Machtspiel zwischen Kräften aus der Gegenwart und der Zukunft. Eine intertemporale Reise beginnt – ohne Zeitmaschine: Informationen bewegen sich rückwärts, Menschen verbleiben in ihrer Zeit. Während Kendra Lewis, charismatische Tech-Visionärin, an einer neuen Weltordnung arbeitet, wächst in einem Team hochdekorierter Wissenschaftler der Widerstand. Als Oliver auf diese Gruppe trifft, wird er zum Zünglein an der Waage in einem Spiel, das über die Zukunft der Menschheit entscheidet.
Alles läuft auf eine Frage hinaus:
Können Nachrichten von morgen Entscheidungen von heute steuern?
Die Auflösung findet ihr in dem Roman: Q-finity Die Zeit findet einen Weg von Pete Muller.




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